„BOAS“ ist ein Arbeitszweig der Abraham-Dienste.
Der Name leitet sich von der biblischen Gestalt des Boas ab (Buch
Ruth).
B steht für Bekleidung und im weitesten Sinne
für Schutz und Würde.
O steht für Obdach, ein Zuhause, Heimat.
A steht für Annahme, Anteilnahme, Liebe, Geborgenheit.
S steht für Speise, Sättigung für
den Leib, die Seele und den Geist, Solidarität.

Zweck
Hilfestellung in notvollen Situationen, um in kleinen, aber konkreten
Schritten Leid zu lindern und Hoffnung zu geben.
Lebendige Gemeinschaft zwischen Menschen zu stiften, nachhaltig
zu unterstützen und dauerhaft zu fördern, ist eine der zentralen
Aufgaben des BOAS-Dienstes. Darum ist es uns wichtig, dass wir mit
allfälligen Projektpartnern langfristig zusammenarbeiten.
Wir setzen uns auch für innovative Ideen und Projekte ein,
die ein friedliches, ergänzendes und „fruchtbares“
Miteinander der Geschlechter, Generationen und Nationen zum Ziel haben.
In diesem Sinne möchten wir auch die immer grössere Zahl
von älteren Menschen und deren Wissen und Erfahrungen mit einbeziehen,
um auf diese Art Hoffnung, Lebens-freude und Perspektiven zu erhalten,
neu aufzuzeigen oder zu vermitteln.
Der BOAS-Dienst möchte seinen Zweck wie folgt
erreichen:
Er initiiert, fördert, betreibt und / oder unterstützt
Projekte – z.B. Kinderheime, Schulen, Altenheime, Freizeiteinsätze
für Junge und Alte.
Er möchte, dass aus Hilfsbedürftigen letztendlich Helfer
für andere werden.
Er möchte über Information, Aufklärung (z.B. über
Missstände) und Motivation, zu praktischer Nächstenliebe
auffordern.

Wieso werden die Inhalte von BOAS einen immer wichtigeren Stellenwert
für uns Christen haben?
1 Das Ende des Wohlfahrtsstaats
Die Tendenzen in unserer Gesellschaft bewegen sich zurück von
einem Sozialstaat zu mehr Eigenverantwortung. Jeder Einzelne wird
in dieser Zeit herausgefordert, wesentlich mehr an Verantwortung zu
übernehmen. Wer sozial abgesichert sein will, muss sich schon
heute deutlich mehr in seiner Ausbildung oder seinem Beruf engagieren.
Ein brüchig gewordenes soziales Netz ist der Nährboden für
eine neue Abhängigkeit vom Glauben.
2 Die Suche nach sozialer Wärme
Je grösser die Härte in Wirtschaft und Gesellschaft sein
wird, umso stärker werden vermeintlich alte Werte, wie menschliche
Wärme, Hilfsbereitschaft und die Geborgenheit eines Familienverbands
wie ein Luftkissen wirken, das Unangenehmes wenigstens abfedern kann.
Das grösste Zeugnis einer Gemeinde wird ihre „Familiensalbung“
sein, die an ihren herzlichen Beziehungen, ihrer Geborgenheit und
Identität zu erkennen sein wird. Das Wort Jesu, dass seine Jünger
an der Liebe, die sie zueinander haben, erkannt werden können,
wird eine ganz neue Dimension bekommen.
3 Der Trend zur polarisierten Gesellschaft
Es wird eine immer grösser werdende Zahl an armen und sozial
schwachen Menschen geben, gleichzeitig wird es immer mehr Reiche geben.
Viele Bereiche der sozialen Verantwortung werden von staatlicher Seite
an die Gemeinden weitergegeben. Wie zu Gründungszeiten der Schulen,
Spitäler, Altersheime, Suchtarbeit werden Christen gefordert,
die Initiative zu übernehmen.
4 Der Trend zur 60 Plus Gesellschaft
Eine überalterte Gesellschaft ist auf der Suche nach dem Sinn
ihres Lebens. Wir sollten jetzt anfangen, diese Personengruppe als
eine der grossen Chancen und Herausforderungen der Gemeinde Jesu zu
sehen. Die 60 Plus Generation wird eines der grössten Missionsfelder
unserer Gesellschaft sein. Sie wird einen Schatz haben, der in diesem
Masse sonst kaum jemandem zur Verfügung stehen wird: Zeit! Lehrt
sie, im Glauben zu wachsen und das Evangelium zu verkündigen
und Armen zu dienen, und sie wird die „Georg Müller- Missionare“
der kommenden Zeit hervorbringen.
5 Zurück zu den Wurzeln
Menschen in dieser Zeit wollen keine grossen Thesen oder Dogmen, sie
wollen sehen, dass Christen einen Glauben leben, der funktioniert.
Zweifelnde Kopfchristen werden kaum eine Chance haben, eine humanistisch
verwässerte sozio-politische Evangeliumssuppe als reales geistliches
Leben weiter zu geben. Sie hat Menschen geistlich hungrig zurück
gelassen und in den letzten Jahrzehnten die Kirchen geleert. Wird
sind von dem „Geist der Söhne Griechenlands“ hochgradig
infiziert. Er kann überwunden werden, wenn wir zu dem Hebräischen
Erbe unserer Glaubenswurzeln zurückkehren und lernen, den „Geist
der Söhne Zions“ neu zu verstehen. Je weiter sich das Evangelium
geographisch von seinem Ursprung entfernte, desto stärker wurde
die hebräische Weltsicht von der hellenistischen Kultur überlagert
und am Ende durch den Antisemitismus eliminiert.
Können wir die von Jesus geformte missionarische Vollmacht und
Glaubensautorität der ersten Kirche wieder entdecken? Lernen
wir diesen griechischen Geist zu erkennen, in unserer Gesellschaft,
aber vor allem auch in unserem eigenen Leben. Und kehren wir um zu
den Wurzeln des Evangeliums, zu Jesu Geist, um in Wahrheit und Vollmacht
den "wahren Gottesdienst" zu feiern.
Zusammenstellung aus einem Text von Jobst Bittner, TOS Tübingen.
   
Projekte der Abraham-Dienste, die die Zielsetzung von "Boas"
beinhalten:
Kinderpatenschaften | Royal-Kids
in Chennai Indien
Gebetsreisen zu den Royal-Kids
in Indien | Reverend Anton Cruz
Gebets- und Diakoniereisen nach
Israel | Unterstützung von messianischen Gemeinden
Unterstützung von Holocaust-Überlebenden
in Israel
"Jesaja 58" Konferenz
| 27. - 29. September 2007 | tägi Wettingen
Kennzeichnung der Projekte durch dieses Label (mit Link auf diese
Seite):

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